Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Inhaltsverzeichnis

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Abstracts

Von Artcast bis Weblog: ein Erfahrungsbericht aus den USA
Aktuelle Projekte des SFMoMA und Walker Art Center und Meinungen führender ExpertInnen

Claudia Schallert, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien

Im Rahmen eines Praktikums- und Forschungsaufenthalts am San Francisco Museum of Modern Art im Sommer 2005 wurden vor Ort, auf Arbeitsbesuchen in LA und Minneapolis sowie telefonisch Interviews mit ExpertInnen aus den Bereichen Projektleitung, Konzeption, Finanzierung, Bildung, Design, Produktion sowie Forschung und Evaluation hinsichtlich des Einsatzes Neuer Medien in Museen durchgeführt.

Im Vortrag werden aktuelle Projekte des SFMOMA (Podcast, Weblog, Curriculum Website) und des Walker Art Center (Art on Call, Weblog, Wiki) vorgestellt, Ansichten von ExpertInnen zur Nutzungsmotivation von pädagogischen Multimedia-Anwendungen erörtert und Zukunftsperspektiven von Museen diskutiert.

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Downloads und Podcasts – Neue Internet-Formate zur Vermittlung musealer Inhalte

Eva Wesemann, Antenna Audio GmbH, Berlin

Downloads und Podcasts – seit einiger Zeit schwirren diese Begriffe durch die Internet-Community. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Und wer nutzt diese Formate?

Untersucht wird, ob Downloads die Zukunft der Audioführungen darstellen, ob „Podder" ein für Museen interessantes Zielpublikum sind, und auf welche Weise sie angesprochen werden können. Aktuelle Beispiele von deutschsprachigen Podcasts aus der Museumswelt werden ebenso vorgestellt wie die konkreten Ergebnisse des Podcasts zur Berliner Ausstellung „Melancholie. Genie und Wahn-sinn in der Kunst".

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Integriertes Online Marketing für Museen:
Wie RSS-Feeds und Newsletter den Bekanntheitsgrad und die Besucherbindung erhöhen können

Marion Spengler, Digitale Publikationsprozesse, Düsseldorf
Gabriele Spengler, Ausstellungs- und Projektmanagement, Berlin

Viele Online-Anwendungen bieten inzwischen RSS-Feeds und Newsletter als zusätzlichen Zugangsweg und als ergänzendes Serviceangebot an. Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand und zeigt Beispiele für praktiziertes Online-Marketing von Museen.

RSS wird erklärt und dessen Bedeutung, Nutzung, Implementierung, Inhalte und Bereitstellung werden anhand von Beispielen praxisnah dargestellt. Wie ein Newsletter aussehen kann und welche Wirkungen damit erzielt werden, ist ebenso Thema, wie weitere Marketinginstrumente und deren integrierte Erstellung.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Online
Erste Ergebnisse eines Pilotprojektes am Deutschen Technikmuseum Berlin

Ulrike Andres, DTMB, Berlin
Stefan Geiser, geiser-consulting, Berlin

Das Deutsche Technikmuseum Berlin (DTMB) und geiser-consulting entwickeln in einem noch laufenden Pilotprojekt Inhalte und technische Tools zur optimierten Verwaltung und Verwertung von Bild- und Textbeständen im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auf Basis von Browsertechnologie. Vorhandene Strukturen und Arbeitsprozesse des DTMB wurden in den entsprechenden Bereichen analysiert und in einer Bedarfsanalyse ausgewertet.

Auf dieser Grundlage wurde das von Stefan Geiser konzipierte eigenständige Online-Mediensystem p4-systems weiterentwickelt, in den vorhandenen Internetauftritt des Museums integriert und damit zunächst der Online-Pressebereich erweitert. Zu den wichtigsten Zielen des DTMB zählte die Ermöglichung des Zugriffs auf verschiedene Datenbankbestände im Haus (AUGIAS, MuseumPlus, u.a.) sowie die systematischere und effizientere Verwaltung von Bild- und Textbeständen für die Kommunikationsarbeit der Stiftung unter Wahrung der jeweiligen Urheberrechte. Nach Abschluss des Pilotprojekts wird der Prozess der System-Optimierung und die Erweiterung seiner Funktionen für ein möglichst breites Zielgruppenspektrum (Besucher/innen, Wissenschaftler/innen, Verlage, Presse, Schulen, Agenturen, u.a.) fortgesetzt.

Die Ergebnisse des Pilotprojekts dienen neben der Weiterentwicklung von p4-systems auch als allgemeine Referenz für ein Anforderungsprofil an Online-Mediensysteme: Die entwickelten Lösungsansätze und definierten Arbeitsprozesse und -strukturen können über das DMTB hinaus für andere Institutionen (Museen, Archive etc.) eine Anregung für deren Kommunikationsbereich sein. Prinzipiell ist p4-systems als Mediensystem eigenständig, d.h. es benötigt keinen zusätzlichen Zugriff auf Bestände anderer Datenbanken. Als Software von Usern für User sollen die Erfahrungen bei der Anwendung in Form von Systemupdates umgesetzt und allen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Zukünftig gilt es weiterhin, Möglichkeiten erweiterter Erlösquellen zu untersuchen und umzusetzen (z.B. Verkauf von Bildlizenzen oder der die Bestellung von Fotoabzügen via Internet). Praxisnahe Informationen werden nach Ablauf des Pilotprojekts im Rahmen von Workshops präsentiert.

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"Kommen Sie bald wieder!" - Nachhaltigkeit durch Nutzerpartizipation in digitalen Medien

Lars Wieneke, Professur Interface Design, Bauhaus Universität Weimar

Begriffe wie Nutzerpartizipation oder "User created content" bezeichnen einen Prozess, der nicht mehr nur im Kernbereich der Informationstechnologie das Verhältnis zwischen Nutzer und Produzent neu austariert. Die Entwicklung zeigt, dass mit der Einbindung von Nutzern in die Produktion digitaler Medien ein großes kreatives Potential erschlossen werden kann.

Prinzipiell erscheint es dabei schon heute möglich, die Ansprüche von Nutzern und Unternehmen in produktiver Weise zu verbinden.
Welchen Beitrag kann Nutzerpartizipation für die Arbeit von Museen in digitalen Medien und besonders im Internet leisten? Anhand des Arbeitsbegriffes der Nachhaltigkeit werden verschiedene Perspektiven auf Nutzerpartizipation eröffnet und diskutiert.

Neben einer Vorstellung des positiv belegten Potentials von Nutzerpartizipation anhand aktueller Beispiele werden auch kritische Szenarios vorgestellt.

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Virtueller Hürdenlauf – Kulturelle Websites auf dem Prüfstand
Hilfestellungen für ein barrierefreies Internet

Ansgar Hein, anatom5 perception marketing, Düsseldorf

Inhaltsstichpunkte:

Kulturelle Einrichtungen stehen im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Inzwischen gibt es viele Museen, die weit mehr als nur die Öffnungszeiten im Internet anbieten und genau hier setzt der Vortrag an, denn viele Zielgruppen sind auf Zusatzinformationen angewiesen, aber genau diese Personen werden aus den Internet-Präsenzen häufig ausgesperrt. Der Vortrag zeigt häufige Fehlerquellen aber auch Möglichkeiten, um Barrierefreiheit und Kunst auf hohem Niveau miteinander zu kombinieren.

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Sind PDF wirklich notwendig?
Arbeitsweisen in der Dokumentenverwaltung und Erreichung der Barrierefreiheit

Jan Eric Hellbusch, 2bweb, Lünen

PDF-Dokumente können ein Zugänglichkeitsproblem darstellen. Um barrierefreie PDF-Dokumente zu erzeugen, kommt es zunächst auf die Verwendung von "tagged PDF" an, die das Lesen von PDF in alternativen Ausgabemedien wie Screenreadern oder bei individuellen Anforderungen an die visuelle Darstellung ermöglicht. "Tagged PDF" sollte bei der ursprünglichen Dokumentengestaltung berücksichtigt werden, da eine spätere Anpassung sehr aufwendig sein kann.

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OPAL-Niedersachsen – Online-Portal digitalisierter musealer Kulturgüter Niedersachsens

Tobias Möller-Walsdorf M.A., Learning Resources Center (LRC),
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB)

Das von der Stiftung Niedersachsen geförderte Projekt OPAL-Niedersachsen der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen präsentiert digital erfasste Kulturgüter des Landes in einer frei zugänglichen Bilddatenbank und in interaktiven Touren und Ausstellungen im Internet.

Die Gemälde und Zeichnungen der Kunstsammlung der Universität Göttingen zu durchsuchen, in historischen Landkarten und Fotos Niedersachsens stöbern, durch Kinder- und Jugendbücher der Aufklärungszeit hindurchblättern, antike Gipsabgüsse betrachten – all das ist durch das neue Internet-Portal OPAL-Niedersachsen innerhalb einer Oberfläche möglich.

OPAL-Niedersachsen lädt Studierende, Forscher, Lehrende aber auch alle Bürger Niedersachsens durch die digitale Präsentation musealer Objekte ein, Niedersachsen und seine Kunst und Kultur besser kennen zu lernen. Das Angebot wird dabei durch zahlreiche Projektpartner aus Museen und Bibliotheken Niedersachsens ständig erweitert. OPAL unterstützt dabei durch seine einfach zu bedienende technische Infrastruktur die Projektpartner beim Einpflegen ihrer digitalisierten Objekte und bei der Aufbereitung zu virtuellen Ausstellungen und didaktischen Materialien.

Ziel des Projekts ist es, die Kulturschätze Niedersachsens auf innovative Weise ins Blickfeld zu rücken. „OPAL" steht dabei für „Online-Portal digitalisierter Kulturgüter Niedersachsens". „Das In-ternetportal OPAL-Niedersachsen soll der zentrale Ort werden, von dem aus der Nutzer seine Recherche nach musealen Kulturschätzen Niedersachsens starten kann. OPAL-Niedersachsen schafft so erstmals in Niedersachsen eine virtuelle Zusammenführung verschiedenartigster digitaler Bestände von  Bibliotheken, Museen und Archiven", so Prof. Dr. Dr. h.c. Elmar Mittler, Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Ein weiteres Ziel von OPAL ist der Aufbau eines Kompetenznetzwerks für das digitale kulturelle Erbe des Landes Niedersachsen.

Weitere Informationen unter:
http://www.opal-niedersachsen.de/

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„Museumsportal Berlin" - ein Projekt der Berliner Landesinitiative "Projekt Zukunft", Ziele und Erfahrungen

Eva Emenlauer-Blömers, Landesinitiative Projekt Zukunft - Senatsverwaltung für Wirtschaft,
Arbeit und Frauen, Berlin

Die Landesinitiative Projekt Zukunft, angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen in Berlin, beabsichtigt, einen Dienstleistungsauftrag für die Erstellung und den Betrieb eines übergreifenden Internetportals für die Museen im Land Berlin („Museumsportal") zu vergeben.

Ziel des Portals ist es, die Sammlungen Berlins weltweit darzustellen und anzubieten, eine globale Nachfrage zu erschließen und sie zu einem Element zukunftsträchtiger ökonomischer Entwicklungen in Berlin und der Region zu machen.

Der Vortrag beschreibt die Ziele im einzelnen sowie die bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des Projekts.

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MICHAEL – kulturelle digitale Sammlungen in Europa – ein multilinguales Portal

Monika Hagedorn Saupe, Institut für Museumskunde, SMB-PK, Berlin

Das Projekt MICHAEL (Multilingual Inventory of Cultural Heritage in Europe) ist darauf ausgerichtet, die vielfältigen nationalen und internationalen Initiativen im digitalen Sektor des kulturellen Erbes zu vernetzen und digitale Sammlungen aus dem Kulturbereich über einen zentralen Zugangspunkt (Portal) zugänglich zu machen.

MICHAEL basiert auf Standards und Open-Source Technologie, aufgebaut auf vorhandenen Plattformen. Es ist flexibel und um weitere nationale Portale ausbaubar und implementiert die Richtlinien für digitale Initiativen des kulturellen Erbes, wie sie durch das MINERVA Projekt erar-beitet und von der National Representatives Group (NRG) genehmigt wurden.
http://www.michael-culture.org/

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BAM-Portal – Das Tor zu vielen Quellen

Frank von Hagel, Institut für Museumskunde, SMB-PK, Berlin

Neue Wege zur Bereitstellung der Erschließungsarbeit in Archiven, Bibliotheken und Museen versucht das BAM-Portal zu beschreiten. In allen Institutionen werden unter großen Anstrengungen Archivalien, Objekte und Bücher archiviert, katalogisiert und inventarisiert. Häufig befinden sich hierbei in verschiedenen Einrichtungen Materialien, die für einen thematisch arbeitenden Forscher oder für eine thematisch interessierte Privatperson gleichermaßen von Bedeutung sind. Das Arbeiten in verschiedensten Einrichtungen gehört zum Alltag des Forschers. Für den Laien waren diese Informationen praktisch nicht zugänglich, zumal wenn berücksichtigt wird, wie groß der Zeitaufwand für letztlich ergebnislose Recherchen war und ist.

Kultureinrichtungen öffnen ihre „virtuellen Tore" und geben über OPAC, Onlinefindbücher und Objektdatenbanken einen zumindest partiellen Einblick in ihre Häuser. Damit tritt ein bislang nicht bedeutsamer Mangel immer stärker in den Vordergrund: die mangelhafte Vernetzung der Infor-mationen. Das BAM-Portal versucht diesen Mangel zu beheben. Nachdem in den Jahren 2002 und 2003 eine erste Projektphase mit Südwestdeutschen Daten erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird seit 2005 versucht, in einer zweiten, ebenfalls von der DFG geförderten Projektphase, das Portal auf ganz Deutschland auszuweiten. Hierfür konnten mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und dem Bundesarchiv (BA) neue, bedeutsame Partner gefunden werden.

Im ersten halben Jahr wurden neben der Implementierung neuer Daten und Datenlieferungsverfahren in das BAM-Portal vor allem Design und Suchgeschwindigkeit optimiert sowie neue, nut-zerorientierte Dienstleistungen wie Speicherung der Suchen und Einrichtung einer Merkliste etc. realisiert. In einem Kurzbericht wird das BAM-TEAM diese neuen Werkzeuge und Möglichkeiten vorstellen.

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Online-Vokabularkontrolle in der Museumsdokumentation
Eine Initiative der Fachgruppe Dokumentation im DMB

Regine Stein, Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik, Berlin

Vorgestellt wird eine Initiative der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund: Die Verwendung von kontrolliertem Vokabular (Thesauri , Klassifikationen, Wortlisten) in der Muse-umsdokumentation stößt in der Praxis häufig auf vielfältige Schwierigkeiten – das Material ist nicht zugänglich, die vorhandene Papierkopie ist nicht aktuell, Lizenzfragen sind ungeklärt etc etc. Hier soll Abhilfe geschaffen werden durch den Aufbau einer Online-Plattform, die der Fachöffentlichkeit Informationen und Zugang zu 1. digital und 2. lizenzfrei verfügbarem Normvokabular bereitstellt. Seit Mai 2006 stehen erste Informationen im Portal museumsvokabular.de zur Verfügung.

Perspektivisch wird das Vokabular nicht nur über eine Nutzerschnittstelle, sondern über einen echten Webservice zugänglich sein, der einen Import der Normdaten in die jeweiligen lokalen Informationssysteme überflüssig macht. Dabei gewährleistet die Verwendung international verbreiteter, offener Standards und Protokolle (HTTP, SOAP, SKOS Core) die Kommunikationsfähigkeit mit anderen Projekten.
Nicht zuletzt soll mit einem Wikipedia-ähnlichen, zugangskontrollierten Verwaltungstool dem Wunsch der Fachgruppenmitglieder Rechnung getragen werden, einige der Vokabulare in Redaktionsgruppen dezentral zu pflegen und weiterzuentwickeln.

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Tagungsbericht: WebWise 2006
15.-17. Februar 2006, Los Angeles, USA

Axel Ermert, Institut für Museumskunde, SMB-PK, Berlin

Diese Konferenz hat sich in den letzten Jahren, in gewisser Weise als Pendant zu "Museums and the Web", als eine informative und ertragreiche Konferenz etabliert. Die Rahmenbedingungen und die Grundlage sind insofern unterschiedlich, als WebWise, unter starker Beteiligung des "Institute of Museum and Library Services (IMLS)" der US-Regierung, stärker im Rahmen des öffentlichen Sektors (und daher möglichst kostengünstig) gestaltet wird, während "Museums and the Web" eine sich selbst tragende Unternehmung - mit entsprechender Kostengestaltung - aus dem Dienstleistungsbereich ist. Bei beiden Konferenzen ist die Teilnehmerschaft noch stark nordamerikanisch geprägt.

Über Eindrücke von zurückliegenden WebWise-Konferenzen soll berichtet werden und darüber, wo sie und ihre Inhalte auch für europäisches Publikum interessant sein können.

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Gesucht: Kunst und Kultur in Google und Co.
Aktuelle Trends und Entwicklungen im Suchmaschinen-Markt (u.a. am Beispiel der museum-suche.de)

Christian Vollmert, luna-park GmbH, Köln

Jedes Jahr gehen mehr Leute in Deutschland "online" und surfen durch das Internet. Die Nutzung von Suchmaschinen zählt neben Email zu den wichtigsten Instrumenten. Nicht umsonst werden pro Monat mehr als 200 Millionen Themen "gegoogelt". Neben Produkten, Ratgebern und Routen-planern werden Kunst und Kulturthemen immer häufiger nachgefragt.

Auch das Thema "lokale" Suche wird immer wichtiger - nicht umsonst starten Google und deutsche Anbieter wie Goyellow, Gelbe Seiten oder Web.de in diesem Jahr jeder einen eigenen regionalen Service. Für viele Nutzer ist allerdings die Informationsvielfalt und die "richtige" Suche immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Eine der wichtigsten Fragen ist es sicherlich, wie man zu den besten Ergebnissen kommt ohne viel Zeit zu verlieren.

Aus diesem Grunde hat luna-park mit Museum-Suche.de eine Suchmaschine entwickelt, die sich nur auf Museumswebsites konzentriert. Ziel ist dem Nutzer eine Suche zur Verfügung zu stellen, die sowohl nach Museen und Ausstellungen aber auch nach Stadt/Region sowie Kunstthemen oder Künstlern sucht. Der Nutzer erhält im Suchergebnis direkt weiterführende Informationen zu den Museen und kann sich auch Museen in der näheren Umgebung anzeigen lassen. Als besonderes Feature können Museen kostenlos die Museum-Suche mit lokalen Index auf Ihrer Website einbinden.

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Wikipedia und Wikis in Museen
Einsatz von gemeinsam erstellten Wissenssammlungen im Museumswesen

Jakob Voß, Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V.

Wikis sind nicht zuletzt durch die Freie Online-Enzyklopädie Wikipedia zu einem verbreiteten Arbeitsinstrument für das Verteilte Arbeiten an gemeinsamen Informationssammlungen geworden. Im Museumsbereich finden sie jedoch bislang praktisch keinen Einsatz.

Am Beispiel der Wikipedia werden Funktion und Besonderheiten von Wikis dargestellt und gezeigt, wo und auf welche Weise die Zusammenarbeit mit Wikipedia oder einem eigenen Wiki für Museen sinnvoll ist.

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MyCollection - oder mehr Vermeer für Alle?
Die Vorstellung einer Anwendung aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien

Astrid Wilch, Acoustiguide GmbH / Espro Acoustiguide Group, Berlin

Seit kurzem können die Besucher des KHM in Wien z. B. einen Vermeer in Form eines selbst zusammengestellten Kataloges oder eines Posters mit nach Hause nehmen (Print-on-Demand). In dem Vortrag werden Wege aufgezeigt, wie auf der Basis einer klassischen Audioführung verschiedene Medien und Datenbanken vernetzt und für eine nachhaltigere Besucherbindung genutzt werden können.

Das Ausgangsprodukt können PDAs, eine klassische Audioführung oder auch nur die Website des Museums sein. Der Besucher wird angeregt, während seines Museumsrundganges Werke von besonderem Interesse auf seinem Audioguide zu markieren. Je nach Konzeption des Hauses bieten sich am Ende des Rundgangs verschiedene Möglichkeiten an, das Gesehene an einem Monitor zu vertiefen, als Souvenir in verschiedenen Druckformen und Formaten mitzunehmen oder sich elektronisch zusenden zu lassen. Nebenbei lassen sich so z. B. Lagerhaltungskosten im Museumsshop einsparen, aber auch neue Konzepte der Museumspädagogik verwirklichen.

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WebPark2005: Ein Digitaler Wanderführer im Schweizerischen Nationalpark
Möglichkeiten der ortsabhängigen Besucherinformation

Katrin Schütte, Intend Geoinformatik GmbH, Kassel

Das EU-Forschungsprojekt „Webpark – Geographically relevant information for users in protected areas" hatte zum Ziel, die Möglichkeiten der mobilen Informationsvermittlung für Besucher von Schutzgebieten – über PDA und GPS - zu prüfen. Dazu wurden die Nutzerbedürfnisse ermittelt, ein Prototyp entwickelt und mit Gästen des Schutzgebietes fortlaufend getestet.

Der Schweizerische Nationalpark war besonders für die nutzerorientierte Entwicklung verantwortlich und lieferte auch GIS- und Multimediadaten als Inhalt zu diesem Testsystem. Eine Umfrage unter den Natio-nalparkbesuchern zu Beginn des Projektes ergab, dass besonders Informationen zu Tieren und Pflanzen, zur allgemeinen Navigation und Wegplanung erwünscht sind.

Anhand dieser Ergebnisse erfolgte die technische Entwicklung:

Nach Abschluss des Projekts gründete sich die Firma Camineo SAS in Frankreich, die das System seitdem unter dem Namen „Camineo Guide" vertreibt, und auch das System im Schweizerischen Nationalpark ständig weiterentwickelt. Dort können die Gäste seit Sommer 2005 einen von 12 PDA´s auf Ihre Wanderung mitnehmen. Neben den im WebPark-Projekt entwickelten Funktionen wurden außerdem Bestimmungsschlüssel für Schmetterlinge, Heuschrecken und Pflanzen, sowie ein virtueller Lehrpfad zum Thema „Waldbrand" integriert.

Begleitende Umfragen unter Nationalpark-Gästen ergaben, dass dieser neuartige Weg der Informationsvermittlung der Richtige ist. Auch für das Management des Schutzgebietes ergeben sich – neben der Generierung einer neuen Einnahmequelle - Vorteile: Neue Installationen im Gelände können vermieden werden, so dass der Wildniseindruck erhalten bleibt. Wissenswertes aus der Forschung kann anschaulich vermittelt werden. Über Quizfunktionen und „Schatzsuchen" wird ein spielerischer, erlebnisorientierter Zugang geschaffen. In Deutschland können seit März 2006 diesbezügliche Projekte über die Firma Intend Geoinformatik GmbH verwirklicht werden.

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Tondokumente im Internet
Die multimedialen Webausstellungen der Österreichischen Mediathek
- Umsetzung, Struktur und Probleme

Mag. Robert Pfundner, Österreichischer Mediathek - Technisches Museum Wien

Die Österreichische Mediathek, eine Abteilung des Technischen Museums Wien, ist das nationale audiovisuelle Archiv für Töne und Videos. 2005 hat die Mediathek zum 50. Jahrestages des Österreichischen Staatsvertrags eine Internetausstellung gestaltet, die den Österreichischen Multimedia-Staatspreis in der Kategorie „Wissen und Lernen" erhalten hat (http://www.staatsvertrag.at/).

Inhaltlich erstreckt sich diese historische Webausstellung in 14 Kapiteln von den letzten Kriegstagen des Jahres 1945 bis zum Staatsvertragsjahr 1955.
Hunderte - zum Teil bislang unveröffentlichte - Töne und Videos aus Politik, Alltag und Kultur lassen das Lebensgefühl des ersten Nachkriegsjahrzehnts im vierfachbesetzten Österreich wieder lebendig werden. Die Töne und Videos aus unserem Archiv ergeben mosaikartig nicht ein in sich geschlossenes Bild, sondern spiegeln viele verschiedene Facetten der Zeit wider, beleuchtet aus unterschiedlichsten Standpunkten. Historische Originaldokumente stehen neben rückblickenden Interviews mit ZeitzeugInnen. Kommentare des renommierten österreichischen Zeithistorikers Gerhard Jagschitz runden das Bild ab. Historische Fotos sowie erklärende Texte zu den einzelnen Themen wie zu den konkreten Quellen ergänzen die Information und laden zum individuellen Flanieren ein. Ein zusätzlicher Zugang bietet eine Kurz- und englische Führung durch die Webausstellung.

Die Behandlung unterschiedlicher historischer Aspekte in möglichst unkomplizierter und verständlicher Weise durch unterschiedliche Arten von audiovisuellen Quellen unseres Archivs (Radiomit-schnitten, Reden, Musikaufnahmen, Lesungen, Wochenschauen, Interviews, Vorträge, Theater-aufführungen) und deren möglichst benützerfreundliche, durchschaubare und optisch ansprechende Umsetzung für die auch Flash-Technologie verwendet wurde, brachte nicht nur Vorteile.

Im Gegensatz zur bisherigen Internetpräsenz der Österreichischen Mediathek traten Probleme der Suchbarkeit für Suchmaschinen auf. Die barrierefreie Parallelstruktur als Lösungsmöglichkeit soll ebenso angesprochen werden wie die neue Webausstellung zum Mozartjahr.

Grundsätzliche Chancen und Probleme der Präsentation historischer Inhalte audiovisueller Natur in virtuellen Ausstellungen sollen anhand unseres Webauftritts thematisiert werden. Die - relativ zum althergebrachten Kulturtyps der Ausstellung im realen Museum - beschränkte Bildschirmseite bricht die Strukturgesetze der Vitrinen und Wandtafeln auf, und eröffnet neue Dimensionen, besonders im Hinblick auf die Quellenvielfalt.

Der Internetauftritt der Österreichischen Mediathek wird u.a. durch einen Onlinekatalog unseres gesamten Archivs ergänzt, aus dem zu ausgewählten Dokumenten auch kurze Hörproben abgerufen werden können. Als zusätzliche Struktur und aktuelles Projekt ist eine „akustische Chronik" der Österreichischen Geschichte als chronologischer Einstieg in die Vielfalt der audiovisuellen Quellen bzw. Webausstellungen geplant, die Ende 2006 online gehen soll.

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„50 Jahre Bundeswehr" – eine interaktive Internet-Applikation und die BITV-Richtlinie zur Barrierefreiheit im Konzept des Militärhistorischen Museums Dresden

Dr. Gorch Pieken, Militärhistorisches Museum, Dresden

Es ist nicht eine Frage des programmiertechnischen Know-hows, graphische Programmoberflächen oder Webseiten barrierefrei zu gestalten. Barrierefreiheit stellt Screendesigner nicht vor neue technische Probleme, sondern fordert vielmehr ein grundsätzliches Umdenken, einen Ver-zicht auf die gängige Praxis.

Seit Herbst 2004 präsentieren sich alle offiziellen Online-Auftritte der Bundeswehr in einem neuen, einheitlichen Design. Als „mustergültiges barrierefreies Informationsangebot" erhielt der zu Grunde liegende Styleguide im selben Jahr den erstmals vergebenen Sonderpreis für Barrierefreiheit  des deutschen Multimedia Awards.
Obgleich die BITV-Richtlinie zur Barrierefreiheit von Internetauftritten seit 2005 für alle „Träger öffentlicher Gewalt" bindend ist, scheinen die Richtlinien bei der Gestaltung graphischer Programmoberflächen in anderen öffentlichen Räumen als dem Internet – beispielsweise in Museen – bislang kaum Beachtung zu finden.

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"From Bones to Bytes" - aktuelle anthropologische Forschung im Internet
Eine Kooperation zwischen Museum und populärem Wissenschaftsjournalismus

Jürgen Nakott, National Geographic Deutschland, Hamburg

Der NATIONAL GEOGRAPHIC ARCHCHANNEL ist ein multimediales, interaktives Internetportal für den interessierten Laien und das breite Publikum.

In Kooperation mit diversen Museen und Forschungsinstituten in Europa vermittelt NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND aktuelles Wissen über unser anthropologisches und archäologisches Kulturerbe, im ersten Schritt speziell über Herkunft und Schicksal des Neandertalers.

Der NG-ArchChannelsoll den Austausch zwischen Wissenschaftlern durch neue Kommunikationstechnologie fördern (NESPOS), das Wissen aus unterschiedlichen Quellen bündeln und aufbereiten, eine breite Öffentlichkeit durch ein informatives und unterhaltsames Angebot auf dieses Internet-basierte Wissen aufmerksam machen und die Menschen ermutigen, Museen, Fundstätten und Forschungsinstitute verstärkt selber zu besuchen.

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Das Vermittlungskonzept der "Aufmerksamen Ausstellung" - Lernen mit Hilfe des Internets

Julia Hornig, Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Berlin
Rüdiger Henrici, [j]karef GmbH, Berlin

Für die neue Dauerausstellung zum Leben und politischen Wirken Willy Brandts im Willy-Brandt Haus Lübeck (Eröffnung im Dezember 2007) ist die Vision einer „Aufmerksamen Ausstellung" entwickelt worden. Neben Überlegungen zur Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Planungen stehen Aspekte der Besucherorientierung im Mittelpunkt des Konzeptes.

Herzstück ist eine internetbasierte Software, über die alle Vorgänge innerhalb der Ausstellung und des Gebäudes gesteuert werden können. Diese Technik ermöglicht es, so genannte Lernpfade innerhalb der Ausstellung anzulegen, in die sowohl multimediale Komponenten als auch ausgestellte Objekte integriert werden können. Die Museumspädagogen können so bestehende Inhalte der Ausstellung und der stiftungseigenen Datenbanken zu neuen individuellen Angeboten für die Vermittlungsarbeit verknüpfen. Außerdem werden interessierte Multiplikatoren die Möglichkeit haben, in einem passwortgeschützten Bereich im Internet einen ‚persönlichen' Lernpfad für ihre Gruppen am heimischen Computer zusammenzustellen oder Vertiefungsmaterialien für die Vor-/Nachbereitung eines Ausstellungsbesuchs abzurufen.

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Universitätsmuseen und –sammlungen im Internet

Dr. Cornelia Weber, Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität Berlin

Universitätssammlungen haben in der Museumswelt bisher nur eine ganz marginale Rolle gespielt. Erst in den letzten Jahren sind verschiedene Initiativen ins Leben gerufen worden, um diese außergewöhnlichen und wertvollen Ressourcen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Dazu zählen Vortragsreihen und Publikationen zur Geschichte der Sammlungen, Ausstellungen, Konferenzen, Forschungsprojekte sowie die Etablierung von Netzwerken. Das Internet spielt dabei eine große Rolle, vor allem für die Präsentation von einzelnen Sammlungen.

In Deutschland besitzen fast alle Universitäten wissenschaftliche Sammlungen und Museen in unterschiedlichen Fachausrichtungen. Dazu kommen Kunstsammlungen und Sammlungen zur Universitätsgeschichte. Diese universitären „Schätze" dienen nicht nur als Basis für Forschung und Lehre, sondern werden in zunehmendem Maße auch als Vermittler von Wissenschaft an eine breitere Öffentlichkeit genutzt. Obwohl es sich hier um bedeutende kultur- und wissenschaftshistorische Zeugnisse handelt, existiert bis heute keine vollständige Bestandsübersicht.

Mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Universitätssammlungen in Deutschland: Untersuchungen zu Bestand und Geschichte" werden zur Zeit am Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik (HZK) der Humboldt-Universität zu Berlin alle Universitätsmuseen und -sammlungen in Deutschland erfasst und Daten zum Bestand und zur Geschichte zusammengetragen.
Die bisherigen Ergebnisse sind in einer Datenbank dokumentiert und im WWW veröffentlicht unter: http://publicus.culture.hu-berlin.de/sammlungen/

Momentan enthält die Datenbank 716 Sammlungen an 70 Universitäten, verteilt über die Bereiche Ethnologie & Anthropologie, Geschichte & Archäologie, Kulturgeschichte & Kunst, Medizin, Naturgeschichte/Naturkunde sowie Naturwissenschaft & Technik. Der Zugang zur Datenbank wird über eine Reihe von Indizes und Suchmasken ermöglicht. Außerdem erfüllt die Web-Anwendung eine Portalfunktion zu den Internetrepräsentanzen von Universitätsmuseen und  -sammlungen sowie Einrichtungen, an denen sie vertreten sind.

Eine weitere Sammlungsdatenbank, die UMAC Worldwide Database of University Museums & Collections, wird von dem ICOM-Fachkomitee University Museums and Collections (UMAC) betreut und ist ebenfalls im Internet zugänglich: http://publicus.culture.hu-berlin.de/collections/
Im Vortrag werden beide Projekte kurz vorgestellt und erläutert.

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Projektbericht "Memorialmuseums - Interactive and Online"
Der Mord an den Juden Europas und seine kollektive und individuelle Erinnerung.
Oral History und Gedenkkultur zwischen Datenbanken und World Wide Web.

Eva Brücker, Jürgen Lillteicher und Uwe Seemann,
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin

Der Einsatz von multimedialen und interaktiven Anwendungen und Darstellungsformen in zeitgeschichtlichen Museen bzw. Gedenkstätten hat sich erheblich ausgeweitet. Auch im Ort der Information des Denkmals für die ermordeten Juden Europas kommen entsprechende Medien zum Einsatz.

Die Mitarbeiter der Stiftung Denkmal werden zwei der für die Dauerausstellung entwickelten Anwendungen und Darstellungsformen vorstellen und über Hintergründe, Probleme, Chancen und Möglichkeiten informieren. Hierbei geht es insbesondere um ein webgestütztes Content Ma-nagement System mit integriertem Workflowmodul als auch um Redaktionstools für die graphische Aufarbeitung der interaktiven Nutzeroberfläche. Neben einer Übersicht der Orte der Erinnerung in Europa wird vor allem das Fortunoff Oral History Video Archive vorgestellt werden. Alle Projekte sollen perspektivisch über die barrierefreie Internetseite des Denkmals zugänglich werden.

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WORKSHOP I

Evaluationsmethoden für die Überarbeitung (re-design) von kulturellen Web-Sites

Werner Schweibenz, Universität Saarland, Saarbrücken

Seit dem Internet-Boom Ende der späten 1990er Jahre hat mittlerweile fast jedes größere Museum im deutschsprachigen Raum eine Web-Präsenz (Blank 2000: 52). Wegen der technischen Entwicklung und inhaltlichen Erweiterung wird für Web-Angebote von Zeit zu Zeit eine Überarbeitung („re-design") notwendig.

Bei dieser Gelegenheit wird häufig festgestellt, dass sich trotz der Verwendung von Design-Richtlinien („style guides") über die Zeit einige typische Mängel eingeschlichen haben wie beispielsweise „historisch" gewachsene, unübersichtliche Strukturen und Navigation, inkonsistente Benennung von Kategorien und Links, mehrdeutige Symbole für die Orientierung. Solche Mängel treten im laufenden Betrieb eines Web-Angebots auf, weil im Tagesgeschäft oft nicht die Zeit bleibt, diese Punkte konsequent umzusetzen. Eine Überarbeitung der Web-Site sollte zum Anlass genommen werden, diese Mängel abzustellen, um die Benutzbarkeit zu verbessern. Dazu muss das Informationsdesign der Site einer Evaluation unterzogen werden, wofür sich folgende Methoden anbieten:

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WORKSHOP II

Suchmaschinen-Marketing für Museum-Websites

Christian Vollmert und Markus Vollmert, luna-park GmbH, Köln

Suchmaschinen, allen voran Google, stellen für die meisten Nutzer die erste Recherchequelle im Internet dar. Gerade durch die Vielzahl von Informationen stellen Museen Websites eine sehr gute Infoquelle für Suchmaschinen dar. Doch wie funktionieren Suchmaschinen und wie bekommt man die Inhalte und vor allen Dingen die passenden Keywords in Google und Co. auf die ersten Plätze.

Der Workshop zeigt dem Website-Betreiber die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung auf. Es wird aufgezeigt welche Faktoren für Suchmaschinen wichtig sind und was Suchmaschinen als „Spam" bewerten. Anhand von Praxisbeispielen und Live-Analyse von Museum-Websites bekommen die Teilnehmer die Möglichkeiten der Optimierung aufgezeigt. Die Teilnehmer sind nach dem Workshop in der Lage selbstständig Ihre Website zu analysieren und optimieren.

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