Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Abstracts

Das Digitale Beethoven-Haus (DBH)

Marion Borowski, Fraunhofer Institut für Medienkommunikation, St. Augustin

Gemeinsam mit dem Beethoven-Haus in Bonn, finanziert von der Stadt Bonn und dem Bund, wird eine innovative digitale Bibliothek aufgebaut, die multimedialen Zugang zu Beethovens Werk ermöglicht. Zentrum der Online-Präsenz wird das digitale Archiv sein, welches erstmalig eine farbig digitalisierte Komponisten bezogene Quellensammlung präsentiert, die bislang ausschließlich in Teilen im Museum zu bestaunen war. Der Benutzer kann so Objekte quasi berühren, die in traditionellen Museen nur angeschaut werden durften. Ein besonderes touristisches Highlight wird der Aufbau des *Digitalen Salons* vor Ort in Bonn, im Haus im Mohren, sein. Die Besucher können als Gruppe in eine virtuelle Welt eintauchen und die erste virtuelle Oper aus dem klassischen Repertoire interaktiv miterleben.

Seit dem 15. Mai 2002 ist „Das Digitale Beethoven-Haus" mit der ersten Online-Präsenz im Netz. Zu den unter http://www.beethoven-haus-bonn.de/ freigegebenen Highlights im Internet gehören die Sonderausstellung „Beethoven-Häuser" sowie detaillierte Informationen zum Museum, Forschungszentrum, Kammermusiksaal, Verlag, Bibliothek, Verein und Shop des Bonner Beethoven-Hauses. Wer die reale Sonderausstellung zu den 80 Wohnhäusern des Komponisten verpasst hat, kann sie jetzt online besuchen. Auch können Konzertkarten, Publikationen und Souvenirs per Internet bestellt werden.

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„Einfach für alle" oder: „Zugänglich ist zukunftsfähig"

Iris Cornelssen, Aktion Mensch, Bonn

Menschen mit Behinderungen sind die Vorreiter der Umsetzung technischer Standards im Internet: Da immer mehr Menschen andere Ausgabegeräte als Monitor und Tastatur nutzen, garantiert Internet für Menschen mit Behinderung Zugänglichkeit für alle User, egal ob mit oder ohne Behinderung.

Zu wenige Internetanbieter berücksichtigen, dass immer mehr Menschen nicht nur mit Monitor und Tastatur surfen, sondern alternative Ausgabegeräte nutzen, zum Beispiel Handy, PDA oder Auto-Bordcomputer oder aber Braille-Zeile und Sprachausgabe. Oder, dass User mit körper- oder geistiger Behinderung eine klare Navigation und - wegen ungenauer Mausführung - möglichst große bzw. skalierbare Buttons brauchen.

Ausgerechnet im world-wide-web, das angetreten war, Grenzen zu überwinden, werden Tag für Tag neue Barrieren aufgebaut. Barrieren, die nicht nur für die Anbieter schädlich, sondern auch völlig unnötig sind. Web-Präsenzen, die zum Beispiel für Braillezeile und Screenreader zugänglich sind, sind auch über Handy, PDA oder Auto-Bordcomputer zu erreichen. Davon profitieren alle, vor allem die Anbieter, weil barrierefreies Webdesign oft Kosten spart. Zugänglich ist zukunftsfähig. Diese Erkenntnis vermittelt die Internet-Initiative der Aktion Mensch "Einfach für @lle" seit zwei Jahren mit wachsendem Erfolg.

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Chancen oder Einschränkung für die Präsentation von Inhalten im Internet?
Zur Situation staatlicher Museen nach den Bundes- und Landesgleichstellungsgesetzen für behinderte Menschen.

Alexander Drewes, Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FBJJ), Kassel

Das Gleichstellungsgesetz für behinderte Menschen des Bundes offeriert den Betroffenen einige neue Möglichkeiten wie Barrierefreiheit bei Neu- und wesentlichen Umbauten, die Beteiligung bei Verkehrsplänen, die Möglichkeit, Zielvereinbarungen mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden abzuschließen und ein relativ umfassend ausgestaltetes Verbandsklagerecht.

Das Dreh- und Angelstück des Gesetzes ist der Begriff der Barrierefreiheit, dieser umfasst auch – in einer gesonderten Norm niedergelegt - die schriftliche Darstellbarkeit visueller elektronischer Medien wie des Internets und CD-ROM´s für behinderte Menschen. Die Bindungswirkung der öffentlichen Hand aber auch Privater über die Zielvereinbarungen, die rechtlichen Auswirkungen wie die Chancen und ggf. vorhandene Risiken stellen den Grundrahmen des Vortrages dar.

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Online-Fundraising: Voraussetzungen und Chancen

Alexandra Duda, ArtRat | Marketing- und Managementberatung, Düsseldorf

Für Museen wird es angesichts der knappen Haushaltskassen immer wichtiger, sich im Wettbewerb um private Finanzmittel, wie bspw. Spenden, erfolgreich zu behaupten. Das Internet stellt ein Medium dar, mit dem ein solches Fundraising effektiv und effizient betrieben werden kann.

Für einen professionellen Einsatz müssen jedoch eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein: hierzu zählen neben der Klärung rechtlicher, technischer und gestalterischer Aspekte, die Berücksichtigung notwendiger Abläufe und Abstimmungsprozesse, die Einbindung geeigneter Kooperationspartner oder etwa die Einbettung der Online-Maßnahme in einen umfassenden Medien-Mix. Diese Aspekte werden am Beispiel der Online-Fundraisingkampagne für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden veranschaulicht, die von der ArtRat | Marketing- und Managementberatung anlässlich der Flutkatastrophe des vergangenen Jahres konzipiert und realisiert wurde.

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Das Virtuelle Museum "Die Karlsruher Türkenbeute"

Susanne Erbelding. Badisches Landesmuseum, Karlsruhe

Das Pilotprojekt „Virtuelles Museum - Karlsruher Türkenbeute" ist eine Kooperation zwischen dem Badischen Landesmuseum und dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Idee des Konzeptes ist die Präsentation des Sammlungsgutes in einem Museum – der sogenannten Karlsruher Türkenbeute – in einem möglichst breiten inhaltlichen Kontext. Dem „Besucher" sollen umfangreiche Informationen zum Thema „Osmanische Kultur" vermittelt werden.

Ein weiterer Focus liegt auf der historischen Epoche der Türkenkriege sowie auf der Begegnung von Orient und Okzident. Zur Vermittlung der Inhalte wurde eine Inszenierung erarbeitet, die ihren Gegenstand in Wort und Bild dokumentiert.

Mit Hilfe innovativer computergesteuerter Aufnahmetechniken, liegt Bildmaterial vor, das fotorealistische 3D-Eindrücke erzeugt und eine intensive und interaktive Auseinandersetzung mit den Exponaten ermöglicht. Nach Art und Quantität strukturierte Informationen und Texte werden auf verschiedenen Ebenen dargeboten, so dass sich der User am PC einen individuellen „Rundgang" durch die virtuelle Inszenierung nach eigenen Interessen komponieren kann.

Das Virtuelle Museum ist nicht nur Wissensplattform, sondern auch Kommunikationsschnittstelle – zwischen virtueller und realer Welt einerseits – zwischen User und Museumsobjekt sowie zwischen User und User andererseits. Eine Newssite und Chats fordern zum Dialog und zum interaktiven Lernen auf.

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Das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz – Online
Technik – Workflow - Vermarktungsstrategien

Nicolas Friese, Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Das Berliner Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz (BPK) ist ein historisches Universalarchiv mit ca. 12 Millionen Fotos und anderen Bildvorlagen. Es verleiht diese und räumt für kommerzielle Nutzungen gegen Gebühr Reproduktionsrechte ein. Zugleich vertritt es in diesem Bereich exklusiv alle Institutionen/ Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) in Berlin, zu der auch das BPK gehört.

Ende 1997 war das BPK von der Hardware komplett ausgestattet. Die typischen Arbeitsabläufe: Inventarisierung, Bestandspflege, Sammlungsdokumentation aber auch das Auftrags-, Rechnungs- und Mahnwesen sowie die Pflege von Kundenkarteien wurden in den Folgejahren schrittweise von der aufwendigen Papierablage über Textverarbeitungsdateien hinzu Datenbanken neu strukturiert und vereinheitlicht. Gleichzeitig wurde begonnen, das bis dahin rein analoge Fotomaterial zu digitalisieren und über ISDN, Email und Websites für Kunden online zugänglich zu machen.

Seit 2001 ist das BPK eine der Piloteinrichtungen für die Integration aller Institutionen der SPK mit Hilfe des Programms MuseumPlus, in der ersten Hälfte 2003 wird hier die Aufnahme der produktive Phase erfolgen. Der Vortrag wird die erarbeiteten Strategien, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe in Konzept und bisheriger Umsetzung ausführen.

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Tagungsbericht: von der 7. internationalen Konferenz
"Museums and the Web", März 2003 in Charlotte (North-Carolina)

Norbert Kanter, zetcom AG, Berlin

Diese jährlich stattfindende internationale Konferenz ist die größte Fachveranstaltung zum Thema "Museen und Internet". Mehr als 400 Teilnehmer aus aller Welt diskutieren, präsentieren und nutzen die Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch. In dem Vortrag soll ein kurzer Überblick zu Programm und Inhalten dieser Konferenz gegeben werden. Aus dem riesigen Angebot werden einige herausragende Projekte ausgewählt und beispielhaft für neue Entwicklungen und Ideen dargestellt.

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Sinn und Unsinn eines Internet-Museumshops am Beispiel des Leopoldmuseums in Wien

Barbara Weber-Kainz, MUSEUM SHOP MANAGEMENT GmbH, Wien

Es wird heute nicht mehr in Frage gestellt, ob ein Museum einen Shop benötigt oder nicht, in der Zwischenzeit gilt es als selbstverständlich und unverzichtbar. Der Museumsshop sowie das schicke Restaurant gehören einfach zum Museumsbesuch dazu. Ist es aber auch bereits ein „must", einen professionellen Internetauftritt des Museumshops zu haben? In wie weit ist man organisatorisch und technisch darauf vorbereitet und gerüstet, die Kundenerwartungen an Performanz, Schnelligkeit und Flexibilität zu erfüllen? Womit lassen sich die hohen Investitionskosten und der administrative Aufwand eines Internetvertriebs rechtfertigen? Diese und andere Fragen sollen an Hand eines praktischen Beispiels - www.leopoldmuseumshop.com - beleuchtet und kritisch beurteilt werden.

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Mobile interaktive Technologien für Museen
Ein Pilotprojekt in der Tate Modern, London

Helena Kreienbühl, antennaudio, Berlin

Ziel des Vortrages ist es, zu zeigen, wie neue mobile Technologien eingesetzt werden können, um den Museumsbesuch zu bereichern und daneben die Möglichkeiten bieten,  neue Besucher und Besuchergruppen anzuziehen.

Es wird Bezug genommen auf Erfahrungen mit den neuesten Entwicklungen im Bereich kabelloser Netzwerke  (WLAN) und 'Persönlicher Digitaler Assistenten' (PDAs/Pocket PCs). Die mögliche zukünftige Rolle dieser Medien im Einsatz in Museen wird, anhand einer Fallstudien-Präsentation des Tate Modern Testprojektes, erläutert.

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Interaktive Ausstellungskonzepte und mobile Informationstechnologie.
Der SMS-Museums Guide im Museum für angewandte Kunst, Frankfurt

Franziska Nori, Abteilung digitalcraft, Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt

Museen haben nicht nur die Aufgabe der Präsentation historischer Objekte, sondern erfüllen auch eine Funktion als Teil eines kulturellen Gedächtnisses. In der Informationsgesellschaft stehen sie daher im Hinblick auf die Kultur der Neuen Medien und des Internets vor ganz neuen Fragen: Wie lassen sich Objekte sammeln, die im Prinzip niemals den Status eines abgeschlossenen Werks erreichen? Nach welchen Kriterien entscheidet man über die kulturgeschichtliche Relevanz eines Objekts? Wie lassen sich digitale Objekte angesichts der rasanten Innovationsgeschwindigkeit von Soft- und Hardware dauerhaft aufbewahren?

SMS museum guide" – unter diesem Titel demonstrierte digitalcraft im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, wie digitale Technologien im kommunikativen Alltag zwischen einem Museum und seinen Besuchern genutzt werden können. Im Mittelpunkt standen dabei Handys: Als gleichermaßen kostengünstiges wie für die meisten Museumsbesucher verfügbares und leicht handhabbares Kommunikationsmittel.

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Von Piranesi bis Picasso.
Die Kunstausstellung im Internet als Instrument der Vermittlung

Dirk Pörschmann, Freier Mitarbeiter des Kunstgeschichtlichen Seminars der Ruhr-Universität Bochum

Kunstmuseen bieten auf ihren Websites heute durchgängig Informationen für den interessierten Museumsbesucher zu Sonderausstellungen an. Umfang, Intention und Anspruch differieren stark: von der reinen Informationsseite mit Abbildungen einiger Hauptwerke im Flyer-Stil bis hin zu mehrere hundert Seiten umfassende Internetpräsentationen, die sich durch ein didaktisch und kunsthistorisch durchdachtes Konzept auszeichnen. Die Entscheidung für das jeweilige Format einer ausstellungsbegleitenden Präsentation wird in den Museen meist aufgrund abwägender Überlegungen des Aufwands für den Erfolg der Ausstellung getroffen. Die Chancen der Internetpräsentation als Instrument der Vermittlung bleiben hierbei oft auf der Strecke, obwohl sie ebenso relevant wie die wichtigen Aspekte der Öffentlichkeitsarbeit sind.

Seit 1996 wird am Kunstgeschichtlichen Institut Bochum im Rahmen eines anfangs von der Volkswagen-Stiftung finanzierten EDV-Projekts an der Umsetzung von ausstellungsbegleitenden Internetpräsentationen gearbeitet. Ziel ist die Erweiterung des Mediums Kunstaustellung um eine digitale Dimension, die kunst- und kulturhistorische Zusammenhänge anschaulich vermittelt und dadurch Lust auf den Ausstellungsbesuch und die Auseinandersetzung mit den Originalen macht.

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A UK perspective" -  Kulturrechte, gesetzliche Regelungen und praktische Umsetzungen aus dem Kultursektor"

Nick Poole (ITC Adviser) und Marcus Weisen (Access Officer), re:source, The Council for Museums, Archives and Libraries, London

2003 ist das europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen. Geldmittel, die in e-Lernen und Online-Kultur investiert werden, werden exponential wachsen. Der Zugriff auf diese neuen Ressourcen wird sich während der nächsten Jahre für eine Großzahl von Menschen dramatisch erhöhen, aber wir müssen sicherstellen, dass dies auch circa 40.000.000 EU-Bürger einschließt, die behindert sind.

Der Vortrag nimmt einen auf die Menschenrechte bezogenen Standpunkt ein, was den Zugriff auf kulturelle und weiterbildende Mittel für behinderte Menschen betrifft. Er nimmt eine auf die Person zentrierte Definition des Online-Zugriffs an, die ebenfalls den Zugriff auf und die Freude an kulturellen Inhalten beinhaltet. Er will zeigen, dass, laut dieser Definition, nur eine kleine Anzahl von Museums-Webseiten Elemente des Online-Zugriffs zur Verfügung stellen, die sich auf eine oder mehrere Gruppen von Behinderten beziehen. Der Vortrag wird sich auch mit dem umfassenderen Thema beschäftigen, dass Web-Accesibility nicht einfach nur eine Frage von spezifischen Behinderungen ist, sondern dass er auch die Notwendigkeit umfasst, für ein breitgefächertes Publikum mit je eigenen Bedürfnissen zu entwerfen.

Der Vortrag wird folgende Themen, aus der Sicht Großbritanniens behandeln:

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Barrierefreie Zugänglichkeit für Museumsauftritte im Web - eine Einführung

Werner Schweibenz, Universität des Saarlands, Saarbrücken

Accessibility bezeichnet ursprünglich den barrierefreien Internet-Zugang für Menschen mit Behinderungen. Inzwischen hat sich die Bedeutung des Begriffs gewandelt und man versteht unter Universal Accessibility den barrierefreien Zugang für alle Internet-Benutzer. Potentielle Barrieren bei der Web-Benutzung sind beispielsweise die Optimierung von Web-Angeboten für bestimmte oder neuste Web-Browser-Versionen, die Übertragungsgeschwindigkeit im Internet, die Technikverliebtheit der Web-Designer, die Sprache der Web-Angebote sowie Probleme bei der Erschließung von Web-Angeboten durch Suchmaschinen.

Während sich die Gestaltung des barrierefreien Internet-Zugangs für alle Benutzer noch in den Anfängen befindet, hat die Realisierung der Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen bereits Richtlinien und Werkzeuge hervorgebracht sowie Wege aufgezeigt, wie der barrierefreie Zugang für alle Internet-Nutzer künftig gestaltet werden könnte. Die Web Accessibility Initiative bietet Richtlinien für die Zugänglichkeit sowie Validierungsmethoden und -werkzeuge. Diese Richtlinien und die Überprüfung ihrer Einhaltung werden vorgestellt.

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Workshop I – „HTML"

Do's and Don'ts – Programmierung und Validierung von Webseiten

Nick Poole (ITC Adviser) und Marcus Weisen (Access Officer), re:source, The Council for Museums, Archives and Libraries, London

Dieser praxisorientierte Arbeitskreis hat zum Ziel, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Behinderten zu erhöhen. Er soll demonstrieren:

Dieser Arbeitskreis will eine Einführung in die Zugriffserfordernisse von verschiedenen Gruppen von Behinderten bieten. Die Teilnehmer werden Simulationsbrillen benutzen, um Einblicke in die Beschränkungen zu bekommen, denen Sehbehinderte ausgesetzt sind, wenn sie gedruckte Informationen, Webseiten und kulturelle Dienste in Anspruch nehmen.

Dieser Arbeitskreis wird sich ebenso mit einigen Schlüsselprinzipien des „web-accessibility" beschäftigen, wie z.B. visuelles und spezielles Layout, Informations-Architektur und personenorientiertes Design. Diese Themen werden durch positive Beispiele aus der Praxis unterstützt, die im Detail analysiert werden, um spezielle Punkte hervorzuheben

Teilnehmer werden ermutigt, eine Auswahl von kulturellen Webseiten and praktischen Beispielen unter der Benutzng der zur Verfügung stehenden Validierungs-Tools auszuwerten. Abschließend ist eine Diskussion des möglichen Herangehens und der Lösungsmöglichkeiten geplant

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WORKSHOP II – „XML"

Barrierefreie Gestaltung und Personalisierung multimedialer Angebote mit XML-Techniken

Ine Langer, Hochschule Harz, Wernigerode und Prof. Dr. Gerhard Weber, Multimedia-Campus GmbH, Kiel

Im EU Projekt Multireader werden Probleme bei der Erkundung und der Benutzbarkeit von multimedialen E-Büchern untersucht. Dazu werden Beobachtungen und Experimente mit unterschiedlichen Benutzern durchgeführt, auch blinden, sehbehinderten oder gehörlosen Menschen bzw. Menschen mit Legasthenie. Auf der Basis dieser Untersuchungen werden neue Unterstützungsverfahren in Soft- und Hardware entwickelt bzw. erprobt, um die Bedürfnisse aller Leser besser zu erfüllen.

In diesem Workshop wird eine Einführung in die Gestaltung barrierefreier multimedialer Dokumente angeboten. Der Zugang für blinde und sehbehinderte Menschen läßt sich oft durch textliche Anreicherungen ermöglichen. Für sehbehinderte Menschen sind z.B. geeignete Navigationstechniken vorzusehen und für gehörlose Menschen multimediale Ergänzungen.

Im Projekt MultiReader wurde ein verallgemeinerter Ansatz auf Basis von XML entwickelt, der für alle genannten Lesergruppen ein personalisierbares Lesprogramm und angepaßte Darstellungen ermöglicht.

Im Workshop wird anhand von Beispielen auf den Aufbau derartiger Dokumente mittels SMIL und XHTML eingegangen und mit den Teilnehmern beispielhaft die Entwicklung eines digitalen Museumsführers erprobt.

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