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Nicht erst seit der PISA-Studie gibt es die Forderung, die Lehr- und Lerninhalte im Kontext Schule in Richtung auf die Vermittlung von Methodenwissen hin zu modifizieren. Hierfür steht vor allem der Begriff „Medienkompetenz", ein Begriff, der in der Ausgestaltung des Mediums „Museum" als Ort der Sammlung und Reflexion, des Erlebnisses und des Spiels mit der Distanz zum Objekt, schon immer implizit enthalten war. Insofern ergibt sich von musealer Seite die Chance, im ureigenen Interesse für die Realisierung eines zukünftigen schulischen Selbstverständnisses wertvolle Impulse zu geben, denn dieses, das steht außer Frage, ist aktuell großen Umbrüchen unterworfen. Der Beitrag versucht – insbesondere im Kontext der sogenannten neuen Medien – Synergien aufzuzeigen und Brücken zu schlagen zwischen schulischen Bedürfnissen und musealen Angeboten.
Begriffe wie Museumspädagogik, Besucherbetreuung, Zielgruppenarbeit sind mittlerweile keine Fremdwörter im Museumswesen. Wenn es bei der Vermittlung um eine Methodenvielfalt geht, so zählt das Internet mit Sicherheit zu einer neu dazugekommenen Möglichkeit. Wie nutzen deutsche Museen zur Zeit dieses Potential? Beschränkt sich die Besuchervermittlung im allgemeinen auf Ortsangaben und Öffnungszeiten, erübrigen sich Telefonate durch die ausführliche Information oder beginnt die Vermittlung schon auf der website? Beispiele, die sich als Rechercheergebnisse auf die deutsche Museumslandschaft beziehen, sollen aufzeigen, wie es zur Zeit um das Angebot der Museen an ihre Nutzer bestellt ist.
Museen haben das Potential, einen entscheidenden Beitrag zur Informations-Gesellschaft zu leisten. Wie aber kann das aussehen? Welchen Stellenwert können Museen in einem digitalen Zeitalter einnehmen? Und was bringt das den Museen? Welche Inhalte können Museen insbesondere den Schulen bieten? Der Beitrag versucht, sich diesen drängenden Fragen zu nähern und entwirft eine Vision für die Staatlichen Museen zu Berlin.
Im Mittelpunkt steht neben dem derzeitigen Angebot im Internet der Einsatz des Internets für museumspädagogische Aufgaben und das geplante speziell an Schulen gerichtete Projekt „Bildungsnetz (e-learning)". Das museumspädagogische Projekt wird skizzenhaft vorgestellt, auf Bildungsinhalte, museumspädagogische Angebote, ihre altersspezifische und medienspezifische Aufbereitung eingegangen. Die benutzerfreundliche Erschließung von Informationen für ein breites Publikum und für spezielle Zielgruppen werden durch praktische Beispiele verdeutlicht und so der sinnvolle Einsatz und die Stärken der neuen Medien aufgezeigt.
Das Lernen mit (neuen) Medien soll zum ganz normalen Alltag in unseren Schulen gehören. Dazu braucht man nicht nur eine entsprechende technische Ausstattung, sondern auch schulische Konzepte zur Integration der Medien in den Unterricht. Die notwendige Technik ist Ergebnis pädagogischer Überlegungen – und nicht umgekehrt. Lernformen, Lehrerrolle, Lernkultur müssen sich ändern, will man die Chancen der neuen Medien effektiv für das Lernen nutzen. Medien müssen dort zur Verfügung stehen, wo der normale Unterricht stattfindet: im Klassenraum.
Eine Grundausstattung der Schulen mit vernetzten Computern und Internetzugang wird im Rahmen der e-nitiative.nrw bis Ende 2004 geleistet sein.
Mit dem Internet erweitern sich die Möglichkeiten, außerschulische Lernorte, wie z.B. die Museen, in den Unterricht einzubeziehen. Dazu brauchen unsere Schulen Angebote, die auf die Medienkonzepte der Schulen abgestimmt sind.
Ausgehend von einer kurzen Bestandsaufnahme (äußere Bedingungen des Kunstunterrichts, Voraussetzungen der Lehrer/innen, Ausstattung der Schulen im IT-Bereich, derzeitige Nutzung der IT-Möglichkeiten durch die Kunstlehrer/innen) wird die Frage erörtert, welche Online-Angebote der Museen für Lehrer unterschiedlicher Schulformen sinnvoll und wünschenswert sind. Dabei wird das Spektrum von einfachen Informationen und Downloads bis hin zu interaktiven und multimedialen Online-Applikationen beleuchtet.
Über 230 "Papers, Workshops, Demonstrations" und "Panels" bot die diesjährige Museums and the Web Konferenz - und auch in diesem Jahr war die Bandbreite der Themen enorm: von "Digital Rights Management" bis "E-Mail Marketing", von "Online Curating" bis "Teachers and Museums".
Die Beiträge zum Thema "Teachers and Museums" sollen hier kurz vorgestellt werden. Als besonders herausragend wird ein Projekt der Kunstmuseen aus Minneapolis detaillierter erläutert: ArtsConnectEd, eine Plattform für Schüler, Lehrer und Interessierte, die seit vielen Jahren Zugriff auf die Sammlungen der Museen bietet, darüber hinaus aber auch Unterrichtsmaterialien online abrufbar hält. In den letzten beiden Jahren setzte ArtsConnectEd mit dem "Train the Trainer" Projekt neue Maßstäbe.
In den letzen Jahren haben sich die online-Angebote von Museen für Schulen dramatisch verändert. Besonders in Großbritannien ist man sich seit längerem des Potentials der Museen als Wissensvermittler bewusst. Der Beitrag erläutert die jüngere Entwicklung und benennt die wichtigsten Initiativen der britischen Regierung auf dem Gebiet 'online-learning'. Anhand einzelner Projekte werden die verschiedenen Ansätze und Vorgehensweisen bei der Auswahl der Inhalte, bei der Gestaltung und bei dem Gebrauch von online-Ressourcen diskutiert.
Ausgehend von dem österreichischen Projekt "Museum:Online", bei dem Schulen und Museen in gemeinsamen Onlineprojekten kooperieren, werden einige Einzelbeispiele solcher Zusammenarbeit gezeigt. Im Anschluss daran sollen Perspektiven eines künftigen Museum:Online-Vorhabens in Deutschland entwickelt werden.
Mit den Möglichkeiten von Internet und Multimedia fühlen sich viele Museumsmacher heute ermutigt, neue Wege bei der Vermittlung ihrer qualitativ hochwertigen Inhalte zu gehen. Die Idee vom Museum als einem "Ort des Lernens", sei es im Intranet oder Internet, stellt jedoch neue Herausforderungen an die Planung, Konzeption und Umsetzung solcher Vorhaben.
Anhand des Projektes "Rafael Roth Learning Center" des Jüdischen Museum Berlins gibt der Vortrag einen Einblick in die Herausforderungen und Aufgaben, denen sich eine Institution stellen muss, deren Ziel es ist, im Intranet und im Internet die didaktische Vermittlung ihrer Inhalte anzubieten.
Ein Zentrum für die Präsentation von Inhalten und zur Kommunikation mit dem Besucher ausschließlich mit neuen Medien zu schaffen - dahinter steht ein Konzept der narrativen und multimedialen Vermittlung von Objekten und Geschichten. Das Rafael Roth Learning Center ist das faszinierende Ergebnis eines umfangreichen Diskurses über den Einsatz von Neuen Medien im Jüdischen Museum Berlin.
Wie war der Prozess der Entstehung, welche Vorbereitungen und Überlegungen erfolgten für dieses Projekt? Der Vortrag schildert in einer Übersicht die Stationen, Gedanken und die Konzeption für die Entstehung eines interaktiven Zentrums für Museumsbesucher und -mitarbeiter und vermittelt einen Erfahrungsbericht aus diesem Projekt.
Das Zentrum Neue Technologien wird ab November 2002 im Deutschen Museum mit jährlich wechselnden Ausstellungen Themen präsentieren, die in den bisherigen Ausstellungen nicht enthalten sind. Die ersten Themen werden sein: Klima, Genforschung, Gesundheitsforschung: Ersatzteile für den Menschen, Nano-Technologie.
Ausstellungen und Veranstaltungszyklen werden nur temporär sein können. Sie sollen daher langfristige Web-Präsenz verliehen bekommen. Dabei soll das Dialogfenster Neue Technologien drei wesentliche Komponenten umfassen:
Das Dialogfenster richtet sich vor allem an Jugendliche, daher erfolgen Anknüpfungen an bundesweite Vorgaben für den Schulunterricht. Eine Internetrecherche hat wesentliche Kriterien für den Aufbau des DNT gebracht. Gespräche mit Lehrern, Fortbildern und Anbietern der Bildungsserver ergaben weitere Informationen über das, was potentiell nachgefragt werden könnte. Daraus resultierte eine erste inhaltliche Skizze, die zusammen mit den gesammelten Informationen vorgestellt werden soll.
Es wird ein Erfahrungsbericht gegeben, der von der Entwicklung des Konzeptes bis zur Umsetzung und über die Bewerbung bis zur Resonanz auf die Site "MuseumsHits.de" reicht. Die Site "MuseumsHits.de" wurde im Rahmen des Projektes "Preußen | 2001" vom Kulturland Brandenburg entwickelt. Unterschiedlich gestaltete Module stellen Themen der Sonderausstellungen vor. Auf unterhaltsame Art und Weise werden spannende und wissenswerte Einzelheiten der Ausstellungen präsentiert. Virtuell gibt es unter anderem die Gelegenheit, im Hüttenwerk Peitz Kanonen zu gießen oder per Mausklik mehr über den Alltag eines Studenten im 18. Jahrhundert zu erfahren.
Es erfolgt weiterhin ein Ausblick, wie die Site mit dem neuen Schwerpunkt "Romantik" - Thema des Kulturlandes Brandenburg 2002 - weiterentwickelt werden soll.
Das „Lebendige virtuelle Museum Online" (LeMO) ist ein multimediales Informationssystem zur deutschen Geschichte des 20.Jahrhunderts. Es entstand als Gemeinschaftsprojekt des Hauses der Geschichte, Bonn, des Deutschen Historischen Museums, Berlin, und des Fraunhofer ISST, Berlin. Ab Januar 1999 im Netz und seitdem kontinuierlich ergänzt und aktualisiert, fand LeMO zunehmend Akzeptanz vor allem auch als praxisnahes Arbeitsinstrument für Lehrer und Schüler.
Das Projekt „LeMOLernen" unter der Federführung des Ernst Klett Verlags baut auf den Erfahrungen von LeMO auf und nutzt das umfassende Materialangebot zur Geschichte des 20. Jahrhunderts für die Entwicklung einer Lernsoftware – CD und Online-Version – zur Vorbereitung konkreter Unterrichtssituationen. Die komplexen multimedialen Darstellungen historischer Inhalte werden ergänzt durch Module zum Methodentraining und zahlreiche interaktive Elemente.
Datenbanken mit digitalen Reproduktionen bestimmen zur Zeit das Bild von Museen im World Wide Web. Nur wenige Museen dagegen haben bisher virtuelle Ausstellungskonzepte entwickelt und realisiert. Dadurch erscheinen Museen im Web als 'visuelle Archive'. „Objekte und ihre Geschichte(n)" untersucht in einer Powerpoint und Web Präsentation die Bedingungen virtueller Ausstellungen (Raum, Zeit, Links, Zugang, Geschichten, Interaktivität, Produktion) und erläutert deren Potential an erfolgreichen Beispielen. Museen in dieser Perspektive spielen eine entscheidende Rolle, Kultur im Web nicht nur digital zu archivieren, sondern auch zu interpretieren und zu präsentieren.
Ziel des Vortrages ist es, anhand ausgewählter Fallbeispiele gegenwärtige Perspektiven von online- und offline-Anwendungen vorzustellen. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Möglichkeiten der Verknüpfung von personalen und nicht-personalen Vermittlungsangeboten im Bereich der Kommunikation mittels digitaler Medien gelegt. Hierzu gehören sowohl "interactive audio-visual Tours" (z.B. San Francisco Museum of Modern Art), "online distance learning courses" (z.B. Tate Gallery), als auch künftige Strategien virtuellen Knowledge-Transfers im WWW (z.B. Virtueller Transfer Musée Suisse).
Museen nutzen schon seit Jahren das Internet für ihre Arbeit bis hin zum Aufbau digitaler Sammlungen. Parallel nimmt die staatliche Förderung der Arbeit von Museen ab. Damit besteht zunehmend der Bedarf, die bisherigen Finanzquellen zu optimieren – was im Bereich des Museums-Marketings geschieht – sowie neue Finanzquellen zu erschließen.
Der Vortrag setzt an beiden Entwicklungssträngen an und fragt, wie sie verbunden werden können; nämlich welche Möglichkeiten bestehen, das Internet zu nutzen, um neue Förderer zu akquirieren und zu binden? Dabei werden Erfahrungen, die von anderen Nonprofit-Organisationen gemacht wurden, heran gezogen werden können und untersucht, wie diese Erfahrungen für Museen fruchtbar gemacht werden können. Zum Abschluss werden die Auswirkungen, die Online-Fundraising für Museen hätte, in Ansätzen aufgezeigt.
Das Referat vermittelt einen Überblick über die Integration und Einsatzmöglichkeiten von E-Mails im Marketing-Mix. E-Mail-Marketing ist weit mehr als nur der simple Versand eines Newsletters. Neben praktischen Tipps für die tägliche Praxis erfahren die Teilnehmer:
Im Workshop werden die im Referat angesprochenen Themen - je nach Wunsch und Interessenlage der Workshop-Teilnehmer - vertieft und, teilweise mit praktischen Übungen, stärker erarbeitet.
Die Nutzung des Internets im Rahmen des Fundraisings macht es notwendig, die Website nach ganz bestimmten Prinzipien zu gestalten. Der Workshop gliedert sich dabei in zwei Teile: Zunächst wird von der konzeptionellen Seite her geklärt, welche Anforderungen an eine Website im Online-Fundraising gestellt werden müssen. Anschließend werden gemeinsam Internet-Auftritte von Museen und anderen Nonprofit-Organisationen besucht, um zu sehen, wie diese Prinzipien eingelöst wurden bzw. welche Fehler beim Aufbau einer Website immer wieder gemacht werden. Es besteht die Möglichkeit, die Website der Teilnehmenden zu besuchen und gemeinsam zu besprechen.